Die Bemühungen um die Pflege des musikalischen Erbes der Graun-Brüder hat in der Elbe-Elster-Region eine langjährige Tradition. Schon zu DDR-Zeitenbemühten sich Renate Wetzstein und Dieter Voigt um die Wiederentdeckung der im kleinen Städtchen Wahrenbrück geborenen Komponisten und Musiker Carl Heinrich und Johann Gottlieb Graun. Wurde Carl Heinrich 1740 Hofkapellmeister und später Gründer des Königlichen Opernhauses Unter den Linden, so berief Friedrich II. im gleichen Jahr Johann Gottlieb zum Königlich Preußischen Konzertmeister und Orchesterleiter in Berlin. Zu einer geschichtlichen Reise zum Leben und Werk der Brüder lädt sie das Kreismuseum Bad Liebenwerda in seiner Dauerausstellung ein, zu der auch ein Noten- und Tonträgerarchiv gehört. Wer in seinen eigenen vier Wänden Näheres über die Grauns erfahren möchte, dem sei das Buch «Ich wünsche ihn lange zu hören» von Claudia Terne empfohlen, das beim Kulturamt Elbe-Elster erworben werden kann. Im Landkreis Elbe-Elster trägt die Kreismusikschule den Namen «Gebrüder Graun» und es gibt seit 2001 alle zwei Jahre einen regionalen Wettbewerb für Solisten, Ensembles und Chöre um den Förderpreis Gebrüder Graun, womit die Musik der Grauns im Alltag der Menschen verankert wird.
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